Themen AKTUELL

1. Erste Hilfe bei Juckreiz
2. Nahrungsmittelallergietests
3. Schöne Nägel: was ist zu tun?

1. Erste Hilfe bei Juckreiz

  • Bei akuten Juckreizattacken die Haut mit sofort wirksamen, juckreizstillenden Präparaten eincremen. Wird die Creme im Kühlschrank aufbewahrt, hat sie zudem einen angenehm khlenden Effekt.

  • Ein kühler Waschlappen oder das kurzzeitige Anlegen von feuchten Umschlägen, beispielsweise mit schwarzem Tee, mildert ebenfalls den Juckreiz.

  • Alkoholumschläge oder Eispackungen bringen nur kurzfristig Linderung, schädigen aber die Haut und fördern dadurch letztlich den Juckreiz.

  • Nicht mit Bürsten, Messern oder anderen Hilfsmitteln kratzen. Die Haut lieber sanft reiben, klopfen oder massieren.

  • Den Kratzreflex "umleiten" und ein Kissen oder die Bettdecke statt der Haut kratzen.

  • Eine kreative Beschäftigung für die Hände kann vom Kratzen ablenken.

  • Den Kratzreflex "umleiten" und ein Kissen oder die Bettdecke statt der Haut kratzen.

  • Entspannungsübungen können helfen, das akute Kratzbedürfnis abzubauen.

2. Nahrungsmittelallergietests

In Publikumsmedien und im Internet werden ImmunglobulinG-Tests zum Nachweis von Nahrungsmittelunverträglichkeiten beworben. Hautärzte und Allergologen sprechen sich strikt gegen diese Pseudo-Tests zur Allergiediagnose aus. Nur die Konsultation eines allergologisch geschulten Facharztes bringt Gewissheit über das Vorliegen einer Nahrungsmittelallergie.

IgG4-Antikörper gegen Nahrungsmittel sind nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht als Indikator für krank machende Vorgänge misszuverstehen, sondern Ausdruck der natürlichen (physiologischen) Immunantwort des Menschen nach wiederholtem Kontakt mit Nahrungsmittelbestandteilen. Daher ist der allergenspezifische Nachweis von IgG- oder IgG4-Antikörpern gegen Nahrungsmittel zur Abklärung von Nahrungsmittelunverträglichkeiten ungeeignet und strikt abzulehnen.

(Leitlinie Nahrungsmittelallergietestung - mehr im Internet unter:
www.uni-duesseldorf.de/awmf/II/061-028.htm

3. Schöne Nägel: was ist zu tun?

Verletzungen an Nagelwall und Matrix können irreparable Folgen haben. Bei der Maniküre und Pediküre daher behutsam vorgehen. Nagelhäutchen nur vorsichtig zurückschieben, nicht abschneiden.

Verschmutzungen unter den Nagelrändern nicht mit metallischen Gegenständen, sondern mit lauwarmem Wasser, nichtalkalischen Waschsubstanzen und eventuell einer weichen Nagelbürste entfernen.

Regelmäßiges Eincremen hält den Nagelbereich geschmeidig und widerstandsfähig. Wohltuend für ausgetrocknete, sprüde Nägel ist ein Bad in lauwarmem Mandel- oder Olivenöl, ebenso eine Massage mit speziellem Nagelöl.

Häufiges Hantieren mit Wasser, Reinigungsmitteln oder anderen hautschädigenden Substanzen weicht die Nägel auf und entzieht schützende Fettsubstanzen. Die Nägel trocknen aus, werden sprüde und rissig. Daher die Nägel vor Feuchtarbeiten mit einer speziellen Salbe schützen oder Handschuhe tragen.

Werden Nägel ringsum bis in das Nagelbett hinein gekürzt, kann es zu Entzündungen und an den Zehennägeln auch zu einem schmerzhaften Einwachsen kommen. Insbesondere Zehennägel daher gerade abschneiden.

Enge, drückende Schuhe können ebenfalls die Zehennägel schädigen und deren Einwachsen sowie Infektionen begünstigen. Daher ist auf gut sitzendes, atmungsaktives Schuhwerk zu achten.

Kosmetische Nagellacke sind in der Regel unschädlich. In Lackentfernern enthaltene Lösungsmittel entfetten die Nägel jedoch stark. Daher mit speziellen Nagelcremes rückfetten. In Einzelfällen kann es auch zu Allergien kommen. Polieren ist eine mögliche Alternative zum kosmetischen Lack und verleiht den Nägeln ebenfalls einen schönen Glanz.